Funktionsbeschreibung Abgas-Wasser-Vorwärmer (Economiser)

In der Industrie wird Dampf häufig als Wärmeträger verwendet. Dampferzeuger werden mit Gas; Öl oder

Kohle beheizt und die Betreiber von Kesselanlagen mussten in den letzten Jahren mit steigenden Kosten

für Primäenergie kalkulieren. Auch in Zukunft wird sich auf Grund von politischen Entscheidungen und

begrenzten Ressourcen ein weiterer Preisanstieg nicht verhindern lassen. Ein zusätzlicher Aspekt ist der

Ausstoß von Emissionen, der durch das Inkrafttreten des Kyoto-Abkommens zum globalen Klimaschutz

aktueller denn je ist.

Dampfkessel ohne Wärmerückgewinnung haben Abgasverluste von 12-14 %.

Abgas-Wasser-Vorwärmer (Economiser) nutzen die Restwärme in den Rauchgasen, die aus

physikalischen Gründen im Kessel selbst nicht nutzbar gemacht werden können und verbessern die

Energiebilanz des Dampferzeugers erheblich.

Abgas-Wasser-Vorwärmer (Economiser) für einen Dampfkessel 5,0 t/h, 10 bar

Die Abgase verlassen den vorhandenen Dampfkessel (5,0 t/h, 10 bar, 180 °C Sattdampftemp.) mit

ca. 250 °C und durchströmen den Economiser. Im wasserseitigen Eintrittssammler DN50 des Economisers wird das

Kesselspeisewasser von 103 °C eingeleitet und durchströmt diesen, im Gegenstrom zu den

Abgasen, bis zum Austrittssammler DN50. Hierbei wird das Kesselspeisewasser auf ca. 144 °C

erwärmt und die Abgase auf ca. 130 °C abgekühlt.

Das durch den Economiser vorgewärmte Kesselspeisewasser wird dem Kessel über die Regelgruppe

wieder zugeführt und dort lastabhängig eingespeist.

Der Economiser ist mit einem Sicherheitsventil DN20/32, PN16 ausgestattet, welches bei einem Überdruck

im Wärmetauscher-System bei 10 bar abbläst. Um den Economiser zu entlüften und zu entleeren

sind jeweils 1 Stutzen mit Flansch DN20, PN16 an den Sammlern angebracht. Der Economiser

kann, nach vorheriger Entleerung, wasserseitig umfahren werden.

Der Economiser wird vom Prüflabor des TÜV-Nord, gemäß Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, Modul G und

Regelwerk TRD einer Entwurfsprüfung unterzogen und nach Fertigstellung in der Werkstatt abgenommen.

Die erfolgreiche Abnahme wird mit einem Zertifikat (Konformitätsbescheinigung) und dazugehörigem

Prüfbericht nachgewiesen.